07. Dezember 1953

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Erinnern wir uns an den 7. Dezember 1953, den Tag, an dem die iranischen Studenten zum Vorbild für den antiimperialistischen Kampf in der Welt wurden.

Vier Monate waren seit dem Staatsstreich vom 19. August 1953 vergangen. Ein von CIA und MI6 geplanter Staatsstreich, der die legitime Regierung von Dr. Mohammad Mossadegh stürzte. Mossadegh, ein Symbol für Unabhängigkeit und Nationalismus in Iran, forderte die Kolonialmächte heraus, indem er die iranische Ölindustrie verstaatlichte. Doch der Putsch zerstörte nicht nur diese Errungenschaft, sondern setzte auch Mohammad Reza Schah Pahlavi wieder ein und verwandelte Iran in einen strategischen Stützpunkt des Westens in der Region. Präsident Eisenhower nannte den Staatsstreich einen „hoffnungsvollen Sieg für die Kräfte der Freiheit“. Aber Freiheit für wen? Tatsache ist, dass der Putsch für die Iraner die Rückkehr der Fremdherrschaft und die Plünderung der nationalen Ressourcen bedeutete.

Die Studenten konnten angesichts dieser Ereignisse nicht schweigen. Die Ankündigung der Wiederaufnahme der iranisch-britischen Beziehungen und der Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Richard Nixon in Iran entzündeten den Funken der Studentenproteste. Nixon war nach Teheran gekommen, um den Erfolg des amerikanischen Putsches zu feiern, doch die Studierenden der Teheraner Universität wollten ihm eine andere Botschaft übermitteln. So wurden die Straßen der Universität am 7. Dezember 1953 zum Schauplatz landesweiter Proteste.

Das Schah-Regime, das den Amerikanern Härte zeigen wollte, reagierte auf die Proteste mit Gewalt. Die Militärgarde drang in die Universität von Teheran ein, störte den Lehrbetrieb und verhaftete Hunderte von Studenten. In der Technischen Hochschule töteten Kugeln der Schah-Truppen drei Studenten: Ghandchi, Razavi und Bozorgnia. Und das Bittere an der Geschichte ist, dass Nixon nur einen Tag später an derselben Universität, an der das Blut der Studenten noch nicht getrocknet war, die Ehrendoktorwürde der Rechtswissenschaften erhielt.

Dieses Ereignis ist über einen einfachen Protest hinaus zu einem weltweiten Symbol geworden. Die iranischen Studierenden haben gezeigt, dass die Universität nicht nur ein Ort der Bildung ist, sondern auch ein Bollwerk zur Verteidigung von Unabhängigkeit und Gerechtigkeit. Der 7. Dezember 1953 war der Tag, an dem die Stimme der iranischen Studierenden weltweit gehört wurde.

Das Schah-Regime wollte diesen Tag vergessen machen. Gedenkfeiern wurden verboten und die Familien der Märtyrer unter Druck gesetzt. Doch nach der Islamischen Revolution wurde der 7. Dezember zu einem nationalen Symbol. Nach der Islamischen Revolution in Iran wird dieser Tag bis heute mit studentischen Zeremonien, Reden und Treffen von Studenten mit hochrangigen iranischen Funktionären begangen. Der 7. Dezember erinnert an die Rolle der Studenten bei der Bestimmung des Schicksals einer Nation.