Wenn moderne Sklaverei jährlich Hunderte Millionen Dollar einbringt, kann man sie nicht mehr als Randphänomen abtun. Es handelt sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – und Israel steht dabei im Zentrum.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 waren Millionen Frauen schutzlos. Die sozialen Sicherungssysteme brachen zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg dramatisch, und fast 40 Prozent der alleinerziehenden Mütter rutschten unter die Armutsgrenze. Genau in diesem Moment wurden Menschenhändler aktiv – und Israel entwickelte sich zu einem der Hauptzielländer für verletzliche Frauen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken.
Die 1990er-Jahre waren der Beginn. Doch diese Industrie kam nie zum Stillstand. Schätzungen zufolge erzielt der israelische Sexmarkt seit jener Zeit bis heute jährlich zwischen 500 und 750 Millionen Dollar Umsatz – ein erheblicher Teil davon stammt aus dem Frauenhandel.
Die Opfer wurden meist mit Versprechen auf gut bezahlte Arbeit nach Israel gelockt – ihr tatsächliches Ziel waren jedoch versteckte Wohnungen in Tel Aviv oder Bat Jam. Frauen, die auf ein „besseres Leben“ hofften, sahen sich plötzlich gezwungen, täglich Dutzende Männer zu bedienen.
Bis 2003 betrachtete selbst die israelische Gesellschaft den Frauenhandel nicht als Menschenrechtsverletzung, sondern lediglich als „moralisches Vergehen“. Das Gesetz von 2006, das eigentlich entschlossen durchgreifen sollte, wies gravierende Lücken auf – Lücken, die es den Tätern ermöglichten, sich der Verantwortung zu entziehen.
Das Ergebnis: Der Kreislauf der Ausbeutung ging weiter. Und er geht bis heute weiter – nur die Methoden haben sich geändert. Heute werden Opfer über Telegram und Instagram angeworben. Ukrainische, russische, afrikanische und sogar asiatische Frauen fallen auf die Versprechen herein – und finden sich in sexueller Gefangenschaft wieder, konfrontiert mit permanenter Gewalt und Demütigung.
Laut einem Bericht des israelischen Justizministeriums wurden zwischen 2020 und 2024 offiziell mehr als 300 Opfer des Menschenhandels in Israel identifiziert – nicht eingerechnet die Dunkelziffer.
Wenn Hunderte Frauen in dunklen Wohnungen gefangen gehalten werden und Millionen Dollar in diesem Schwarzmarkt umgesetzt werden, dann ist das längst kein soziales Problem mehr. Es ist ein Verbrechen, das in eine Reihe mit anderen von Israel begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gestellt werden muss.
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