Israel in den USA

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Warum wurde Israel nicht in den Vereinigten Staaten gegründet? Das mag eine seltsame Frage sein, aber diese Idee wurde einmal ernsthaft vorgeschlagen und ist noch heute in den Köpfen einiger Menschen präsent.

Gehen wir zurück in die Zeit, als die Idee, einen jüdischen Staat in den Vereinigten Staaten zu gründen, zum ersten Mal aufkam. Im 18. Jahrhundert hatte ein Mann namens Mordecai Manuel Noah diesen Plan. Noah, der 1813 zum US-Konsul in Tunis ernannt wurde, schlug später die Gründung eines jüdischen Staates namens ‚Ararat‘ auf einer Insel namens Grand Island im Niagara River in New York vor. Er verkündete dies mit großem Enthusiasmus, kaufte Land und verkündete den Plan offiziell in einer Zeremonie im Jahr 1825.

Mordecai Manuel Noah rief sogar öffentlich Juden aus aller Welt auf, nach Amerika auszuwandern und sich in diesem neuen jüdischen Staat niederzulassen. Er baute eine Synagoge und brachte am Eingang eine Tafel an, auf der zu lesen war: ‚Ararat, eine Zufluchtsstadt für Juden, gegründet von Mordecai Manuel Noah im September 1825, dem fünfzigsten Jahr der amerikanischen Unabhängigkeit‘. Die Zeremonie endete mit einem Kanonensalut, aber mit Noahs Tod geriet seine Idee in Vergessenheit.

Niemand sprach mehr davon, Israel in den USA zu gründen. Stattdessen wurden Orte wie Uganda und schließlich Palästina vorgeschlagen. Aber die Frage beschäftigt einige Aktivisten noch immer: Warum sollte Israel nicht in den Vereinigten Staaten gegründet werden, gerade in dem Land, das so viel in die Unterstützung Israels investiert hat?

Seit der Gründung Israels im Jahr 1948 waren die USA sein treuester Verbündeter. Diese bedingungslose Unterstützung in den letzten 76 Jahren schien manchmal wichtiger zu sein als Amerikas eigene Interessen. Diese Loyalität hat unter Denkern viele Fragen aufgeworfen: Warum ist die unerschütterliche Unterstützung Israels für amerikanische Politiker so heilig? John Mearsheimer und Stephen Walt, zwei prominente Theoretiker der internationalen Beziehungen, haben in ihrem Buch ‚The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy‘ versucht, einige dieser Fragen zu beantworten.

Aber hier ist eine andere Frage: Wenn die Juden einen unabhängigen Staat brauchten, warum musste dies auf Kosten der Besetzung palästinensischen Landes geschehen? Warum wählten sie nicht stattdessen ein riesiges Land wie die Vereinigten Staaten, das 444 Mal größer ist als Palästina und riesige unbewohnte Gebiete im Westen hat? Warum haben die USA, die Israel so sehr unterstützen, ihnen nicht ihr eigenes Territorium angeboten?

Einige Analysten argumentieren, dass es bei dieser Unterstützung nicht nur um jüdische oder israelische Interessen geht. Seit Jahrzehnten verfolgen die USA und ihre reichen Lobbyisten eine strategische Politik in Westasien. Israels Präsenz in der Region ermöglicht es den USA, Energieressourcen zu nutzen, einen riesigen Markt für Waffenverkäufe zu schaffen und ihren politischen Einfluss auf die regionalen Mächte aufrechtzuerhalten. Aus dieser Sicht ist Israel ein Mittel zum Schutz amerikanischer Interessen und zur Sicherung amerikanischer Vorherrschaft“.

Andere sind der Meinung, dass die USA durch die Aufrechterhaltung regionaler Konflikte durch Israel noch mehr Einfluss und Abhängigkeit unter den westasiatischen Staaten gewinnen. Mit dieser Strategie bleibt Washington der wichtigste Akteur in der Region. Doch ist die Unterstützung Israels durch die USA rein eigennützig oder steckt mehr dahinter? Diese komplexe Politik und die bedingungslose Unterstützung werfen Fragen auf, die nicht ignoriert werden können. Was meinen Sie? Ist die Unterstützung der USA für Israel rein strategisch oder steckt mehr dahinter? Beteiligen Sie sich gerne an der Diskussion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.