Wo beginnt Israel – und wo endet es? Eine seltsame Frage, oder? Aber die Wahrheit ist: Israel hat keine offiziell anerkannten internationalen Grenzen.
Im Jahr 1948 übergab die UNO Israel 15.264 Quadratkilometer palästinensisches Land. Damals machten die jüdischen Einwohner nur etwa ein Drittel der Bevölkerung aus. Doch Israel hat seitdem stets vermieden, feste Grenzen zu definieren.
Warum? Weil feste Grenzen Israels Expansion begrenzen würden.
Schon in den Anfangsjahren – nämlich 1967, nach dem Sechstagekrieg – besetzte Israel weitere 70.000 Quadratkilometer: Gebiete in Jerusalem, im Westjordanland, im Gazastreifen sowie in Ägypten und Syrien.
Jedes Mal behauptete Israel, sich „zu verteidigen“ – und jedes Mal gewann es mehr Land, mehr Macht und mehr Kontrolle. Das war kein Krieg. Das war Landnahme.
1982 marschierte Israel im Libanon ein. Ariel Scharon behauptete, palästinensische Kämpfer zu verfolgen. Doch das wahre Ziel war es, den Libanon zu destabilisieren, zu spalten und zu schwächen.
Bis zum Jahr 2000 hielt Israel große Teile des libanesischen Territoriums besetzt – bis es durch jahrelangen Volkswiderstand zum Rückzug gezwungen wurde.
Doch Gebiete wie die Shebaa-Farmen, Kfar Schouba und der Hermon-Berg blieben unter israelischer Kontrolle.
Diese Strategie wiederholt sich ständig: Chaos schaffen, andere beschuldigen – und Lösungen präsentieren, die einzig den eigenen Interessen dienen.
Schauen Sie sich die Region an: Irak, Syrien, Iran, Jemen – selbst Sudan und Somalia in Afrika. Jeder Staat, der sich ihrer Vorherrschaft widersetzt, wird ins Visier genommen. Plötzlich brechen endlose innere Konflikte aus, Tausende sterben – und multinationale Konzerne stehen bereit, um Öl und Bodenschätze auszubeuten.
Aber warum sollte euch das interessieren? Weil diese Instabilität nicht nur das Problem der Anderen ist.
Sie führt zu globalen Krisen: Ölpreise, Flüchtlingswellen, religiöse Spannungen und wirtschaftliche Manipulationen.
Wenn ihr also das nächste Mal hört, dass Israel sich „verteidigt“, fragt: Wovor? Gegen wen? Und wer profitiert eigentlich von diesem endlosen Krieg?
Grenzen sind nicht nur Linien auf der Landkarte. Sie sind Grenzen der Gerechtigkeit.
Und ein Staat ohne Grenzen ist ein Staat der grenzenlos handelt!
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