Letzte Nacht träumte ich, dass all jene Länder, die lauthals „Freiheit für Palästina“ fordern, plötzlich beschlossen haben, den Export von Lebensmitteln nach Israel zu stoppen– und die Kühlschränke in Tel Aviv völlig leer stünden.
Fangen wir mit Fleisch an.
Hier dominiert Südamerika unangefochten. Allein Argentinien deckt 40 Prozent, Brasilien 21 Prozent des Fleischbedarfs des zionistischen Regimes.
Und doch hat genau dieses Brasilien, das sich in der Politik gerne anti-zionistisch gibt, mit einem einzigen Deal der Firma Marfrig rund 37.000 Tonnen Fleisch exportiert – im Wert von über 220 Millionen Dollar. Große Worte auf der einen Seite, Exportprofite auf der anderen.
Bei Obst sieht es ähnlich aus: Italien hält 26 Prozent Marktanteil, Südafrika 11 Prozent und Griechenland 9 Prozent. Insgesamt kontrolliert die Europäische Union 46 Prozent dieses Marktes, während die USA mit 13 Prozent auf Rang drei stehen.
Italien allein hat 32.000 Tonnen Äpfel an das Regime verkauft – und damit die Vitaminversorgung der israelischen Bevölkerung gesichert. Doch bei Gemüse wird es noch interessanter.
Hier liegt die EU mit 52 Prozent klar vorne, und innerhalb der Union ist die Niederlande mit 35 Prozent führend. Auf Platz zwei folgt China mit 24 Prozent. Und dann spielt auch das muslimische Jordanien eine Schlüsselrolle.
Offiziell behaupten jordanische Verantwortliche immer wieder, nichts nach Israel zu exportieren, und alle Nachrichten diesbezüglich werden zensiert. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Allein im Jahr 2023 kamen fast die Hälfte der israelischen Gemüseimporte aus Jordanien – im Wert von etwa 8,5 Millionen Dollar.
Sogar Jordaniens Landwirtschaftsminister musste im Parlament einräumen, dass monatlich 1.300 Tonnen Gemüse nach Israel gehen. Spätere Untersuchungen zeigten: Allein zwischen 2021 und 2022 exportierte Jordanien über 50.000 Tonnen an das zionistische Regime.
Offenbar enden die großen anti-israelischen Reden in der Praxis oft in handfesten Handelsverträgen. Auch im Getränkesektor haben Mexiko und Europa die Oberhand.
Im Jahr 2024 stand die EU mit 64 Prozent an der Spitze, gefolgt von Mexiko mit 24 Prozent. Belgien lieferte 17 Prozent, Deutschland 14 Prozent – und trug so seinen Teil zur Feierlaune in Israel nach dessen Kriegsverbrechen bei.
Beim Kaffee ist es ähnlich: Die Europäische Union hält 30 Prozent, die Schweiz 26 Prozent, Italien 24 Prozent und Südkorea 19 Prozent Marktanteil.
Laut Handelsdaten der letzten Jahre liegt die Schweiz beim Export von geröstetem Kaffee – ob normal oder koffeinfrei – an der Spitze. Das Exportvolumen wird auf Dutzende Millionen Dollar jährlich geschätzt.
Italien exportierte allein in diesem Jahr über 3,8 Millionen Kilogramm Röstkaffee nach Israel – im Wert von rund 40 Millionen Dollar.
Damit belegt Italien nach der Schweiz Platz zwei unter den größten Kaffee-Lieferanten Israels.
Die entscheidende Frage lautet: Was würde passieren, wenn genau diese Schlüsselstaaten – wie Brasilien, Argentinien, Italien, Mexiko oder Jordanien – auch nur für kurze Zeit ihre Exporte nach Israel einstellen würden?
Ja, ein „Lebensmittel-Embargo“ ist nicht nur ein Slogan, sondern eine echte Waffe.
Eine Waffe, die – wenn Völker und Regierungen dieser Länder es wirklich wollen – jederzeit eingesetzt werden könnte. Was meinen Sie?
#LebensmittelEmbargo #BoykottIsrael #NahostKonflikt #FreePalestine